Die meistgestellten Fragen und Fakten zum Thema Liposuktion bei Lipödem

Hier informieren und Fragen lösen

In diesem Artikel finden Sie Informationen zur Liposuktion bei Lipödem. Hier lesen Sie, für wen eine Liposuktion geeignet sein kann und erfahren mehr über unsere OP-Methode: die wasserstrahl-assistierte Liposuktion.

Beratungssessel

Die Grafental Klinik ist auf die Liposuktion bei Lipödem spezialisiert. Für die Behandlung des Lipödems gibt es verschiedene konservative und operative Therapiemethoden. Letztlich helfen konservative Therapien wie Lymphdrainage und Ernährungsumstellung nur dabei, die Symptome zu lindern oder das Fortschreiten der Erkrankung etwas zu verlangsamen. Wirklich erfolgreich, um Patientinnen dauerhaft vom „Lipödem-Schmerz“ zu befreien, ist die Liposuktion in Kombination mit einer umfassenden Therapie von eventuellen Begleiterkrankungen. Dazu zählen das Tragen von Kompressionsstrümpfen und unterstützend die manuelle Lymphdrainage. Je nach Schwere des Befundes muss das Lipödem mit mehreren Liposuktionen behandelt werden. Wie viele Operationen nötig sind und welche Mengen an krankhaft verändertem Fett entfernt werden muss, ist von Patientin zu Patientin unterschiedlich. Unsere Fachärzte für Plastische und Ästhetische Chirurgie, Chefarzt der Lipödemchirurgie Dr. med. Björn Krüger und Oberarzt Roschan Loghmanieh, erarbeiten gemeinsam mit interdisziplinären Fachkollegen für jede Patientin einen individuellen Behandlungsplan.

Eine Liposuktion bei Lipödem ist eine Fettabsaugung, die insbesondere an den Ober/- und Unterschenkeln, den Oberarmen, am Bauch oder an der Hüfte angewandt wird. Die Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper und die ständige Schmerzbelastung kann zu einer großen seelischen Belastung werden, sodass unter bestimmten Voraussetzungen ein medizinischer Eingriff sinnvoll ist. Das oftmals als „Lipofett“ bezeichnete Fett ist sport- und diätresistent und lässt sich langfristig nur mithilfe einer Liposuktion entfernen. Weitere Informationen zum Krankheitsbild Lipödem finden Sie hier.

Ihre Fragen

Lipödem- und Liposuktions­fragen

Bei einer Liposuktion werden lokalisierte Fettansammlungen entfernt, sodass der Körper neue Konturen erhält. Meistens wird die Fettabsaugung aus ästhetischen Gründen durchgeführt. Bei uns in der Grafental Klinik stehen jedoch die medizinischen Gründe im Vordergrund! Wir möchten Frauen von ihrem schmerzhaften Lipödem befreien!

Eine der wichtigsten Fragen beantworten wir gleich vorab: Kann das sog. Lipödem-Fett an der abgesaugten Stelle wieder auftreten? Die Antwort lautet: Nein! Eine Liposuktion verhindert zwar nicht eine (Gewichts-) Zunahme an der abgesaugten Stelle. Doch das krankhaft veränderte Fettgewebe kann an der abgesaugten Stelle nach derzeitigem Forschungsstand nicht wieder auftreten. Möglich ist es jedoch, dass krankhaft verändertes Fett an anderen Körperregionen auftritt, die nicht behandelt wurden. Deshalb empfehlen wir unseren Patientinnen, nach einer Liposuktion auf das Körpergewicht zu achten, sich ausreichend zu bewegen und sich gesund zu ernähren. Andernfalls kann es zu einem unerwünschten erneuten Auftreten des Lipödems an neuen Körperstellen kommen.

  • Bei einer krankhaften, nicht ernährungsbedingten Vermehrung des Fettgewebes, zum Beispiel bei einem Lipödem. Auf diese Liposuktionen haben wir uns spezialisiert!
  • Für die Beseitigung kosmetisch störender Fettpolster, zum Beispiel sogenannte Reiterhosen bei Frauen
  • Zur Fettgewinnung für eine Eigenfetttransplantation, zum Beispiel zur Korrektur von Narben oder Übersaugungen.

Die Liposuktion ist grundsätzlich in jedem Alter möglich unter der Voraussetzung, dass keine gesundheitlichen Gründe vorliegen, warum der Eingriff nicht stattfinden sollte. Vorteilhaft ist ein jüngeres Alter, da bei einer hohen Elastizität der Haut bessere Ergebnisse erzielt werden. Mit zunehmendem Alter lassen die Qualität des Bindegewebes und der Haut nach. Das kann nach einer Fettabsaugung dazu führen, dass eine nachträgliche Straffung der Haut erforderlich wird.

Fettabsaugungen sind nicht für eine reine Gewichtsreduktion geeignet und kein Ersatz für eine Diät. Das bedeutet, dass nach einer Liposuktion die Lebensgewohnheiten geändert werden sollten, was insbesondere die Ernährung und körperliche Aktivitäten betrifft. Auch hierzu bieten wir und unsere Partner Ihnen hilfreiche Tipps und Unterstützung an. Wir lassen Sie nicht allein!

Bevor es zu einem medizinischen Eingriff kommt, führen Dr. Krüger oder Herr Loghmanieh mit Ihnen als Patientin ein ausführliches Beratungsgespräch, in dem er Sie über die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten sowie über mögliche Gefahren und Risiken aufklärt. Außerdem werden Sie über den Ablauf der Operation sowie über die angewandte Technik ausführlich informiert. Anschließend findet eine eingehende Untersuchung statt, bei der die Fettansammlungen, Schmerz und der Zustand Ihrer Haut begutachtet und sorgfältig analysiert werden. Die Behandlung wird sorgfältig mit Ihnen geplant. Die Liposuktion wird meistens unter Vollnarkose durchgeführt, sodass Sie ebenfalls von einem Anästhesisten (Narkosearzt) ebenso ausführlich aufgeklärt und betreut werden. Auch wenn es verschiedene Methoden der Fettabsaugung gibt, ist die grundlegende Technik immer die gleiche. Als Patientin sollten Sie zwei Wochen vor und auch nach dem Eingriff auf das Rauchen verzichten. Mindestens drei Wochen vor dem Eingriff sollten keine akuten Erkrankungen vorliegen. Falls Sie kurzfristig an Covid-19 erkrankt sind, halten Sie bitte mit uns Rücksprache, da eine längere Wartedauer von Nöten sein kann. Und vier Wochen vorher sollten Sie Ihre Kompressionsbestrumpfung durchgängig tragen, damit das Gewebe optimal für die Liposuktion vorbereitet ist. Weitere Informationen, wie zum Beispiel zu Nahrungsergänzungsmitteln, erhalten Sie während des Beratungsgespräches bzw. im OP-Aufklärungsgespräch bei uns in der Klinik.

Die Wasserstrahltechnik ist eine besonders schonende Methode. Ein Hochdruck-Wasserstrahl löst die Fettzellen aus dem Gewebeverbund, sodass sie abgesaugt werden können. Dank des fächerförmigen, feinen Wasserstrahls wird das Fettgewebe mit geringem Kraftaufwand herausgelöst und gleichzeitig effektiv abgesaugt. Auch Dr. Krüger ist von dieser Technik begeistert: „Meine Arbeit mit unseren Patientinnen zeigt mir, dass die WAL-Technik unsere erste Wahl ist, um Patientinnen von ihrem krankhaften Fettgewebe zu befreien.“ Dem Wasser wird eine geringe Menge Tumeszenzlösung beigefügt, was die Ablösung der Fettzellen unterstützt. Eine Schädigung der Lymphbahnen ist nicht zu befürchten. Insoweit ist die Wasserstrahl-assistierte Technik eine schonende Methode der Liposuktion. Die Betäubungslösung benötigt eine geringere Einwirkzeit als bei anderen Methoden, sodass der Eingriff weniger Zeit in Anspruch nimmt. Mit dieser Technik arbeiten wir in der Grafental Klinik seit langem erfolgreich.

Die Vorteile der Wasserstrahl-assistierten Liposuktion auf einen Blick:

  • schont Ihr Gewebe
  • im Vergleich zu anderen Methoden entstehen meist weniger blaue Flecken
  • meist deutlich verbessertes Ergebnis
  • Zeitersparnis während der OP
  • wenig Restflüssigkeit (Tumeszenzlösung)
  • kürzere Ausfallzeiten
Während der OP wird durch den Wasserstrahl vermieden, sensible Nerven und Gewebe zu verletzen. Nach der OP treten erfahrungsgemäß meist deutlich weniger Blutergüsse auf. Das macht die Heilung und die Genesung unserer Patientinnen einfacher und angenehmer.

Jede Patientin kommt mit unterschiedlichen Wünschen und gesundheitlichen Voraussetzungen zu uns. Deshalb können wir keine Pauschalaussagen treffen, was die Menge des abzusaugenden Fettes oder die OP-Kosten angeht. Von Pauschalpreisen halten wir nichts: Jede Patientin erhält von uns eine individuelle und angepasste Kostenübersicht. So können beispielsweise zwei Frauen, die sich im gleichen Lipödem-Stadium befinden, das gleiche Gewicht haben und die gleich groß sind, unterschiedliche Mengen abgesaugt bekommen. Menge, Dauer, ggf. auch Anzahl der Operationen und damit die Kosten sind von vielen weiteren Faktoren abhängig, die Dr. Krüger oder Herr Loghmanieh gemeinsam mit Ihnen bespricht.

Technik: WAL
Klinikaufenthalt: stationär, meist Aufenthalt von 24h nach der OP
Eingriffsdauer: ca. 60-120 Min.
Narkose: Lokal oder Vollnarkose
Nachsorge: Lymphdrainage, Tragen eines Kompressionsmieders, ca. zu 4-5 Nachsorgetermine
Sport: je nach Empfinden ab 3 Wochen nach der Operation
Kosten: individuell nach Befund

Jede Operation birgt gewisse Risiken. Über diese klären Sie Herr Loghmanieh und Dr. Krüger sowie der Anästhesist ausführlich auf. Sollten Sie hierzu gezielt Fragen oder Ängste haben, sprechen Sie uns bitte jederzeit an. In der Grafental Klinik bieten wir Ihnen jahrelange fachliche Expertise verbunden mit einem umfangreichen Hygienekonzept. Hier können Sie mehr zu unseren Erfahrungen lesen und hier finden Sie alle Informationen zu unseren hohen Hygienestandards.

Jede Operation bedeutet für den Patienten Stress. Der Körper wird durch eine Fettabsaugung erheblich verändert und benötigt nach der Operation ausreichend Ruhe. Auch Komplikationen während und nach der Operation können auftreten. Je mehr Fettgewebe entfernt wird, umso größer ist die Gefahr von Komplikationen Wir sind Experten im Bereich der Liposuktion bei Lipödem und können bei jeder Patientin individuell einschätzen, welche Menge an abzusaugendem Fett zumutbar ist. Es ist unsere Pflicht, Sie über mögliche Risiken aufzuklären. Sie können sich jedoch sicher sein: Bei uns sind sie in den besten Händen! Wenn Sie hierzu Fragen oder Bedenken haben, sprechen Sie uns gerne jederzeit an!

Unmittelbar nach der Operation werden die abgesaugten Stellen mit einem Kompressionsverband versehen. Mit einem Kompressionsmieder soll verhindert werden, dass sich die durch das Fettabsaugen gebildeten Hohlräume mit Gewebsflüssigkeit füllen. Durch die Kompression hat die Haut auch die Möglichkeit, sich nach dem Eingriff zusammenzuziehen und zu regenerieren. Sollten Sie nach der Liposuktion Anzeichen von Schwäche, Schwindel, Herzrasen oder Übelkeit feststellen beziehungsweise schwitzen, sollten Sie umgehend einen Arzt verständigen oder aufsuchen.

Das Abklingen von Blutergüssen kann bis zu vierzehn Tage dauern. Manchmal kommt es an den betroffenen Stellen auch zu einem Taubheitsgefühl oder zu Sensibilitätsstörungen. Sie sind lediglich temporär und verschwinden nach vier bis sechs Wochen. Auch kommt es zu Schwellungen mit einer Dauer von drei bis sechs Monaten.

Auf Vollbäder sollten Sie in den nächsten Wochen verzichten. Gleiches gilt für körperliche Anstrengungen oder sportliche Aktivitäten, die in den nächsten drei Wochen tabu sein sollten. Die erste Kontrolluntersuchung findet eine Woche nach der Liposuktion statt, bei der auch mögliche Fäden entfernt werden. Insgesamt kann es drei bis sechs Monate dauern, bis Sie das endgültige Ergebnis der Fettabsaugung sehen können.

Patientinnen, die ihr Lipödem bekämpfen möchten, finden bei uns die beste medizinische Versorgung. Als Facharzt für plastische und ästhetische Chirurgie, verfügen Dr. med. Björn Krüger und Herr Roschan Loghmanieh nicht nur über ein Höchstmaß an Erfahrung und medizinischer Fachkenntnis.

Mit Dr. Krüger treffen Sie auf einen äußerst einfühlsamen, sympathischen Arzt, der weit mehr ist als ein reiner Chirurg. Ihm liegt Ihre Gesundheit besonders am Herzen. Für Ihn zählt, dass Sie schmerzfrei in Ihr neues Leben gehen. Um das zu erreichen, verfolgen wir in der Grafental Klinik ein interdisziplinäres Behandlungs- und Betreuungskonzept. Ein Teil dieses Konzepts schließt auch die Lipödemkonferenz ein. Darin tauscht sich Dr. Krüger mit KollegenInnen, die an der Behandlung unserer Patientinnen beteiligt sind, über weitere geeignete, interdisziplinäre Therapiemaßnahmen aus. Über Dr. med. Björn Krügers Erfahrungen erfahren Sie mehr in seiner Vita.

Herr Loghmanieh bietet unseren Patientinnen als Facharzt für plastische und ästhetische Chirurgie und Facharzt für allgemeine Chirurgieeine detaillierte Beratung und eine individuell angepasste Therapie. Als Spezialist für die körperformende Chirurgie, geht Roschan Loghmanieh ebenso auf die Beschwerden als auch auf den ästhetischen Anspruch unserer Patientinnen ein und bespricht das gewünschte Ergebnis sehr detailliert in einem ausgiebigen Beratungsgespräch. Über Herrn Loghmanieh erfahren Sie mehr in seiner Vita.

Bei uns in der Grafental Klinik sind Sie in den allerbesten Händen. Wir haben uns auf die Liposuktion bei Lipödem spezialisiert und operieren mit der Wasserstrahl-assistierten Technik (WAL-Methode). Auch die Rückmeldungen, die wir täglich von unseren Patientinnen erhalten, sprechen für uns. Wenn Sie Patientenfeedback lesen möchten oder auch Ergebnisse von Liposuktionen bei uns sehen möchten, klicken Sie sich gerne durch unseren News-Blog. Kontaktieren Sie uns telefonisch, per E-Mail oder via Doctolib, wenn Sie weitergehende Informationen wünschen, Fragen haben oder einen Beratungstermin vereinbaren möchten!

Corona FAQ

Ja, das können Sie. Unser MVZ am Luisenkrankenhaus führt diese schnellstmöglich durch. Melden Sie sich gern unter 0211 44773360.

Sollten Sie an Covid-19 erkrankt sein oder waren es in der Vergangenheit, so raten wir Ihnen, dass keine Operation innerhalb von 7 Wochen nach einer Corona Infektion stattfinden. Aus diesem Anlass möchten wir darauf hinweisen, dass Operationen erst ab der 8. Woche stattfinden sollten.

Wenn Sie nicht geimpft oder genesen sind, bringen Sie bitte einen Schnelltest (zertifizerter Test, kein freiverkäuflicher) mit in die Sprechstunde, der nicht älter als 24 Std ist.

Vor einer OP benötigen wir einen negativen PCR-Test, wenn Sie nicht geimpft oder genesen sind. Wenn Sie geimpft oder genesen sind, dann benötigen wir nur einen negativen Schnellest. Diesen können Sie auch bei uns vor Ort durchführen lassen.

Derzeit leider nicht. Sollten Sie unter 18 Jahre alt sein, darf Sie ein Elternteil begleiten. Bitte tragen Sie stets eine FFP-2 Maske.

Vor der Operation

Ja. Dieses darf nicht älter als 4 Wochen sein und muss zum OP-Vorgespräch vorliegen, damit der behandelnde Arzt und Anästhesist nochmal alles kontrollieren können. Sie erhalten beim OP-Vorgespräch eine Checklliste mit weiteren Punkten von uns, damit am OP-Tag alles entspannt abläuft.
Nur in Rücksprache mit uns oder dem Anästhestisten, bei bekannten Vorerkrankungen oder ab einem Alter von > 55 Jahren.
Von Ihrem Sanitätshaus oder sprechen Sie uns gerne an. Wir helfen Ihnen weiter!